Klimaschutzkonzept 2017

Im Rahmen der Nationalen KlimaschutzInitiative NKI wird die halbe Stelle des Klimaschutzmanagers seit Mitte April 2020 unter dem Förderkennzeichen 03K0733 zu 65% für drei Jahre gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit BMU – insgesamt beträgt die staatliche Zuwendung maximal 81.299,- €.

Zuvor wurde vom Dienstleister Baltic Energy Forum, Lübeck und ebenfalls vom BMU im Rahmen der NKI gefördert das Klimaschutzkonzept erstellt und in 2017 abgeschlossen. Folgende Maßnahmen wurden mit der Annahme des Konzepts am 25.09.2017 von der Stadtvertretung beschlossen – Kürzel, Titel, aktueller Stand (10/2021):

S01Einstellung Klimaschutzmanager (KSM); Einstellung erfolgte zum 15.04.2020

S01aAusgewählte Maßnahme (besondere Fördermöglichkeit für innovatives, stark CO2-sparendes Vorhaben mit Modellcharakter); eine Idee wäre z.B. die Sanierung von Rathaus oder Sporthalle mit kombinierten, 2-achsig nachfahrenden Solarthermie-und Photovoltaik-Modulen sowie Dämmung mit Nachwachsenden Rohstoffen.

K01nachhaltiger Bebauungsplan; KSM hat intern Stellungnahme abgeben (betrifft Kubatur der Gebäude, Flächenversiegelung, Dachnutzung, Ausschluss fossiler Heizgeräte, Stellplätze für E-Mobilität)

K02Klimaschutzteilkonzept für eigene Liegenschaften; für nahezu alle von der Stadt genutzten Gebäude wurden in 2020 geförderte Energieberatungen durchgeführt und knapp 100 Maßnahmen gelistet und nach verschiedenen Aspekten priorisiert. Diese fließen in weitere Überlegungen zur Sanierung städtischer Gebäude ein. Zu sanierende Gebäude müssen deutlich über 20 Jahre weiterhin genutzt werden.

K03 integrierte Wärmenutzung; Nutzung von Restwärme oder erneuerbare Wärmeerzeuger („Fernwärme 2.0“); bisher fanden Gespräche mit HanseWerk Natur darüber statt, wie Fernwärme (FW) bei Erweiterungen (Neubaugebiete) genutzt werden könnte. Laufender Prozess

K04Energiesparmodell Wahlstedter Schulen (Energiemanagement, Fifty-fifty); unter Corona-Bedingungen (ohne und mit Präsenz, starkem Lüften etc.) ergibt sich keine gute Basis zur Feststellung der Energieverbräuche; Energieberichte wurden für alle Schulen vorgelegt, behandeln aber nicht das Verhalten der Nutzer.

K04aPädagogische Arbeit und Ausgaben für gering-investive Maßnahmen; aufgrund „Corona“ noch nicht angefangen

K04b Investive Maßnahmen an Schulen; ohne K04 weniger sinnvoll und noch nicht angefangen (einige Umrüstungen der Beleuchtung auf LED fanden gefördert statt)

K05Naturbad (Umbau des Freibads zu nachhaltigem Naturfreibad) – mittelfristig aufgrund der hohen Investitionskostenschätzung schwierig umzusetzen.

K06erneuerbare Energien; Potenzialanalyse zu Nutzungsflächen für Biomasse, Solarenergie (Solarthermie und Photovoltaik), Windenergie, Geothermie in Kooperation mit Nachbargemeinden; wurde noch nicht begonnen.

K07 Marktplatz der Energien; Umgestaltung des Marktplatzes mit spielerisch-innovativen Energiebeispielen; noch nicht begonnen – Sie können gern Ideen einbringen! Siehe auch „ISEK“ – Integriertes Stadtentwicklungskonzept, an dem derzeit mit einer Agentur gearbeitet wird. Gern senden Sie Anregungen oder Kommentare an stadtentwicklung@wahlstedt.de!

K08Sanierung Straßenbeleuchtung; an einem Kataster als Datengrundlage für weitere Maßnahmen wird gearbeitet – in Neubaugebieten bzw. bei Straßensanierung wurden LED-Köpfe verbaut, vereinzelt werden LED-Leuchten und -Retrofits im Reparaturfall eingesetzt.

M01klimafreundliche Mobilität; Mobilitätskonzept als strategische Planungs- und Entscheidungshilfe; verschiedene Anbieter (Carsharing, ÖPNV) und mögliche Nutzer (Betriebe) wurden kontaktiert, um Interesse abzuschätzen – bisher „Henne-Ei“-Problem mit hohem wirtschaftlichen Risiko für Anbieter, die daher bisher kein Interesse zeigen.

M02Fahrradwegeplan bzw. „Machbarkeitsstudie“; soll möglichst im ISEK (s.o.) mit behandelt werden

M02aUmsetzung des Radwegeplans; kann naturgemäß erst nach Erledigung von M02 erfolgen. Am Bahnhaltepunkt wurden jedoch die mietbaren Fahrradgaragen (Bike-boxes) erweitert.

M03 - Machbarkeitsstudie Autonomes Shuttle; kreisübergreifend wurde im Frühjahr 2021 ein Vor-Antrag gestellt

M04E-Mobil und E-Bikes für die Stadt; Beschaffung elektrischer Dienstfahrzeuge; bis auf die Feuerwehr und den Bauhof gibt es keine Dienstfahrzeuge bei der Stadt Wahlstedt. Das wird absehbar auch so bleiben – und die Mitarbeiter aus dem Umland werden weiterhin mit ihren Privatfahrzeugen pendeln. Die Stadtwerke verfügen über ein E-Auto, welches am Schwimmbad geladen wird. Mittlerweile gibt es E-Ladestationen am Theater und der Tankstelle Nordoel; weitere entstehen derzeit auf den Parkplätzen der Poul-Due-Jensen-Schule vor Haus A und der Helen-Keller-Schule nahe Schwimmbad/Sporthalle.

I01 Klimaschutz im Industriegebiet; Potenziale für überbetriebliche Kooperationen ausloten; mehrfach wurden Manager einiger Industriebetriebe angesprochen – Möglichkeiten zur energetischen Kooperation scheitern an sinnvoll nutzbaren technischen Möglichkeiten, den Investitionskosten und der notwendigen Flexibilität in der Produktion.

G01Gewerbe- und Industrieschau Wahlstedt GEWA; die in der Regel alle 2 Jahre stattfindende Messe soll die Themen Klimaschutz, Energie sparen, Umweltschutz und Innovation mit behandeln. In 2020 fiel sie Corona bedingt aus – ob sie 2022 stattfinden soll ist noch nicht geklärt.

G02Klimaschutz-Innovations-Zentrum (KIZ) Wahlstedt; Wahlstedt soll sich zu einer Klimaschutzstadt, also einem Zentrum für „Klimaschutzwissen und –technologie“ entwickeln. Entsprechendes Know-how soll in einem neu zu schaffenden Zentrum im ehemals leerstehenden Hochhaus in der Dr.-Hermann-Lindrath-Str. entstehen. Weder hat die Stadt auf dieses anderweitig genutzte Gebäude Zugriff, noch ist Wahlstedt ein bekannter Bildungs- und Forschungsstandort.

H01Altersgerechtes Wohnen, Klimaschutz und SmartHome; zu speziell altersgerechtem Wohnen wurden noch keine Sanierungsmaßnahmen begonnen – neue Gebäude in Ostlandstr, Poststr, ehemaliges Eichestadion wurden altersgerecht erstellt. Zum Klimaschutz wurde eine befristete Kooperation mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) vereinbart, um Wohneigentümer zur energetischen Sanierung (und altersgerechte Umbauten) zu beraten. Nutzen Sie das Angebot und rufen Sie die VZSH in Kiel unter der Tel.-Nr. 0431-590 99 40 an!

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